Arancini sind ein Grundnahrungsmittel der neapolitanischen und sizilianischen Küche. Seit dem 18. Jahrhundert werden Sie in jedem Feinkostladen – auch Rosticceria genannt – angeboten. Traditionell isst man die gefüllten Reisbällchen wie jedes Fast Food mit der Hand.
Wer hierzulande in Österreich von „Aranzini“ (ital. kleine Orangen) spricht, denkt an kandierte Bitterorangenschalen, die sich besonders in Weihnachtsbäckereien wie Florentiner Keksen oder Kletzenbrot wiederfinden. Das kann zu Verwirrungen führen, denn die echten italienischen Arancini werden mit „c“ geschrieben, und haben außer ihrer Form nur wenig mit Orangen gemeinsam. Genauer gesagt sind es knusprig frittierte Reisbällchen gefüllt mit Safran und Fleischragout, die als Streetfood heutzutage an jeder Ecke Italiens zu finden sind.
Der Ursprung der „Arancini di riso“ wird aufgrund der Zutaten-Kombination (Fleisch, Safran, Reis) auf das 10. Jahrhundert zurückgeführt, als Sizilien unter arabischer Herrschaft stand. Auf jeden Fall sollen sie aber seit dem 18./ 19. Jahrhundert Bauern als beliebte Jause für unterwegs gedient haben. Heute isst man Arancini mit den unterschiedlichsten Füllungen – neben Fleischragout auch etwa mit Béchamelsauce, Pilzen oder Auberginen.
Zutaten:
- 1kg Rundkornreis
- 2 große Dosen (= 1kg) geschälte Tomaten
- 30g Olivenöl Extra Vergine
- 1 Knoblauchzehe, gehackt
- 2 EL Parmesan, gerieben
- Salz, Pfeffer
- 500g Mozzarella, in Würfel geschnitten
- 300g Semmelbrösel
- 1 L Maiskeimöl zum Frittieren
Zubereitung:
Den Knoblauch in etwas Olivenöl sanft anbraten und die Tomaten beifügen. Circa eine Stunde zu einem Sugo verkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In diesem Sugo den Reis so lange kochen, bis er weich ist und das ganze Sugo aufgesaugt hat. Wenn nötig, etwas Wasser hinzufügen.
Den Tomatenreis nun abkühlen lassen und den geriebenen Parmesan unterheben. Aus dieser Masse mit nassen Händen Bällchen von ca. 5cm Durchmesser formen und dabei jeweils ein Stückchen Mozzarella ins Innere einarbeiten. Abschließend in Semmelbröseln panieren und in heißem Öl goldbraun frittieren.
Arancini noch warm servieren und genießen.
Tipp: Arancini lassen sich vor dem Frittieren wunderbar einfrieren. So könnt Ihr einen Teil der zubereiteten Reisbällchen bei Bedarf auch für einen anderen Tag aufheben.